Die Chelat-Therapie

Bei der Chelat-Therapie handelt es sich um eine wissenschaftlich nicht bewiesene Behandlungsmethode. In der Schulmedizin ist die Chelat-Therapie daher nicht anerkannt. Erfahrungsgemäß geht es vielen Patienten nach dieser Therapie aber besser, auch wenn schulmedizinische Behandlungen nicht geholfen haben.

Chelat ist ein natürlicher Prozess, der in jeder Zelle des Körpers stattfindet und
unverzichtbar für das Leben ist. Chelat ist abgeleitet von dem griechischen Wort „Chele“, was Krebsschere bedeutet. Dabei greift ein Chelat-Bildner wie eine Krebsschere die positiv geladenen Calcium- und Metallionen in der Zelle und bindet sie zu sogenannten Chelat-Komplexen. Diese Chelat-Komplexe, die vor allem Schwermetalle enthalten werden dann über die Nieren ausgeschieden.

Am häufigsten wird als Chelat-Bildner die Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) benutzt. Neuerdings gewinnt auch die Alpha-Liponsäure immer mehr an Bedeutung.

Die Chelat-Bildner sind auch in der Lage, freie Radikale zu binden. Freie Radikale sind aggressive Substanzen, die die Basis für die Entstehung vieler Krankheiten sind. Sie werden vor allem durch einen ungesunden Lebensstiel ausgelöst, durch Schwermetall-Belastungen, zu viel Rauchen oder auch zu wenig Bewegung, Diabetes, ungesundes Essen und Übergewicht.

Die Chelat-Bildner binden auch Calcium. Ab einem Alter von 50 Jahren bauen sich unsere Knochen ab und dadurch haben wir ein Übermaß an Calcium in unserem Körper. Dies verdrängt das Magnesium, wodurch das Calcium-Magnesium-Verhältnis aus dem Gleichgewicht gerät. Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Aktivierung von Enzymen und beeinflusst somit den Energiestoffwechsel. Es spielt auch eine wichtige Rolle für die Funktion der Muskeln. Studien von zusätzlicher Calcium-Einnahme bei Frauen in der Menopause belegen ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Außerdem wird durch eine zusätzliche Calciumeinnahmen einer Osteoporose nicht vorgebeugt.

Die Chelat-Bildner verbessern auch die Verformbarkeit der roten Blutkörperchen und verbessern dadurch die Durchblutung. Indikationen für die Chelat-Therapie sind Durchblutungsstörungen wie koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Schaufensterkrankheit, Zikrozirkulationsstörungen wie Schwindel, Tinnitus, Makuladegeneration, Erkrankungen der Knochen und Gelenke wie Arthrose, Osteoporose, Rheuma und neurologische Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose und Polyneuropathie.

Die Chelat-Therapie wird mit intravenösen Infusionen durchgeführt. Diese dauern zwei bis drei Stunden und werden zwei- bis dreimal wöchentlich durchgeführt. Im Durchschnitt braucht man je nach Schwere der Erkrankung 20 bis 30 Infusionen. Eine Verbesserung der Symptome verspürt man meistens erst nach 10 bis 12 Infusionen. Den maximalen Effekt sieht man zwei bis drei Monate nach der letzten Infusion.